Doctor Marrax                                                

Der Quacksalber und Zauberkünstler Doctor Marrax zeigt magische und auch medizinische Wunder, welche er dank seines Wundermittels und Marrax-o-fax erfahrbar und sichtbar macht. Wandernde Löcher, ein Polarfisch und vieles mehr an Kuriositäten und Obskuritäten befinden sich in seinem Fundus, welcher der alte Zauber-Haudegen schaubudengleich mit seinen abenteuerlichen Geschichten präsentiert. Beim Historischen Volksfest ist er nicht allein zu Gast, sondern hat eine bemerkenswerte Truppe zusammengestellt.

Lassen Sie sich zurückfallen in die Welt der Gaukler, Scharlatane & Quacksalber, als sie die Leute mit ihrem phantastischen Können in ihren Bann zogen. Doctor Marrax und seine Compagnie sind die letzte Spezies, welche Ihnen diese Kunst authentisch präsentieren kann.


Gilbert le Saltimbanque             

„Saltimbanque“ heißt übersetzt „Salto über eine Bank“. Im Französischen bedeutet es aber auch Gaukler. Gilbert Jakubczyk bezeichnet sich selbst als ehrlichen Scharlatan. Seit seinem 13. Lebensjahr arbeitet er als Gaukler auf der Straße von Paris. In den 60 Jahren hatte er eine Gaukler-Truppe und begeisterte sein Publikum vor dem Centre Pompidou. Anfangs als Pantomime, später als Automatenmensch. Mit dieser Nummer war er weltweit bekannt und Ausschnitte aus dieser nostalgischen Aufführung wird er auf dem Historischen Volksfest zeigen und selbstverständlich wird er – nach Gaukler-Manier – auch Feuer spucken.


Fakir Jadoo       

Fakir Jadoo from India ist ein Straßengaukler, den es auf mysteriöse Art und Weise von seinem Heimatland Indien auf die schwäbische Alb verschlagen hat. Fakir Jadoo ist als Straßenkünstler im In- und Ausland unterwegs. Sein Markenzeichen „der Coconut-Voodoo-Act“ ist eine absurdes Fakir-Kunststück aus Wunderheilung mit einer Banane, einem Hackebeil und drei echten Kokosnüssen. Scherbenlaufen und Speer an der Kehle oder Glühbirnenfressen gehören genauso zum Programm wie Feuer verspeisen.


Georges Christen                           

Er gehört in die Tradition der starken Männer. 1983 bog er in Luxemburg 250 eiserne Nägel von 20 cm Länge und 7 mm Durchmesser in V-Form. Im Guiness-Buch der Rekorde führt der starke Mann die Rekordliste an. Mit bloßen Händen zerreißt er ein Telefonbuch oder verbiegt ein Hufeisen und mit seiner starken Lunge bringt er handelsübliche Gummi-Wärmflaschen zum Bersten. Freuen Sie sich auf diese Jahrmarktsattraktion.


Paul Klain          

Er ist der jüngste der Compagnie und dennoch ein Meister der Objektmanipulation mit unglaublicher Fingerfertigkeit. Er kreiert mit nur vier weißen Ringen optische Täuschungen. Durch Rotation entstehen immer wieder neue Kunstwerke in der Luft, welche die Phantasie der Zuschauer beflügelt. Eine Kristallkugel tanzt bei ihm wie von einer magischen Kraft bewegt. Paul Klain nimmt sie mit auf eine Reise, durch eine Welt, die sich der Schwerkraft entzieht. Freuen sie sich auf ein visuelles Erlebnis der ganz besonderen Art. Poesie pur!

Hochseiltruppe Geschwister Weisheit®

Mit der Hochseiltruppe Geschwister Weisheit® dürfen sich die Besucher des Historischen Volksfestes nicht nur auf eine der traditionsreichsten, sondern auch auf eine der berühmtesten Hochseilartisten-Familien der Welt freuen. Neben ihren modernen Shows war es der Familie immer ein Anliegen, ihre mehr als 100-jährigen Geschichte und die Wurzeln des Seiltanzes an die jüngeren Generationen weiter zu vermitteln.

Aus Anlass einer Jahrfeier geboren, ist Programm „Anno dazumal“ mittlerweile beliebter Bestandteil vieler Veranstaltungen geworden so auch des Historischen Volksfestes. Sehr humorvoll mit einem Augenzwinkern und dennoch leistungsstark, überrascht es jung wie alt. Das Publikum erwartet ein humorvolles historisches Seilprogramm in vier Meter Höhe mit Höhepunkten wie der Überquerung des Seiles mit einem Veloziped, das Stuhlstehen, das Eierkuchenbacken auf dem Seil oder die „menschliche Pyramide“. Die Programmbegleitung erfolgt nach altem Brauch mit Drehorgel und Sprechtüte.

Die Auftrittszeiten: 12:30, 15:30 & 18:00 Uhr.


Kasperle-Theater

„Hurra, hurra! Der Kasperle ist da“ – darauf dürfen sich die Jüngsten beim Historischen Volksfest freuen. „Kasperl und der Räuber im Blaubeerwald" heißt das von Andreas Kilger inszenierte und dargebotene Kasperstück mit originalen typischen Jahrmarktszenen des 19. Jahrhunderts. Die Bühne selbst stammt ebenfalls aus dieser Zeit.

Das Kasperle besucht euch zu folgenden Zeiten: 13:45, 15:15, 16:45 und 18:15 Uhr.


Vogel Jakob

Nicht fehlen darf selbstverständlich der berühmte „Vogel Jockel“. Mit einem speziell gefertigten Plättchen auf der Zunge imitiert er alle möglichen Vogelstimmen. Doch nicht nur das: Sehr gerne gibt er auch sein Wissen weiter. So erfüllt sich für den Besucher zwar nicht der Traum vom Fliegen wie ein Vogel, dafür kann er aber mit etwas Übung so singen. 


Wahrsagerin „Madame Odessa“

Wahrsagen, Kartenlegen, Handlesen – das darf seit jeher auf keinem Rummel fehlen. Madame Odessa hat ihre Begabung in die Wiege gelegt bekommen. Seit 20 Jahren bereist sie – die mit bürgerlichem Namen Renee Traber heißt und aus einer Artistenfamilie stammt – Volksfeste, Jahrmärkte und Messen. Eines ist dabei sicher: Für jede spirituelle Lebensberatung nimmt sie sich immer die Zeit, die es braucht. Darum treten Sie ein!


Drehorgelspieler

Die Drehorgel ist nicht nur ein Stück Kultur- und Musikgeschichten aus vergangenen Zeiten sowie Vorläufer der heutigen elektronischen Musikwiedergabemöglichkeiten. Ihre Klänge waren besonders in den Anfangsjahrzehnten fester Bestandteil des Cannstatter Volksfestes. Denn viele Moritaten und Volkslieder stammen aus der Biedermeierzeit zwischen 1815 und 1848.

Sogenannte Bänkelsänger musizierten damals als Straßenmusikanten auf Jahrmärkten, Straßen oder in Hinterhöfen mit ihrer Drehorgel. Der Gesang diente dazu, Nachrichten zu übermitteln oder die Menschen zu unterhalten. Mit eingängigen Melodien stellten sie sensationelle Ereignisse dar – meist übertrieben, drastisch, schaurig, nur teilweise oder gar nicht wahr. Oftmals folgte zum Schluss eine moralische Belehrung. Zur Illustration des Gesungenen dienten Tafeln, auf denen die geschilderten Szenen in künstlerisch wertvoller Manier und sehr bunt aufgemalt waren.

Die Bilder auf der Moritatentafel wurden der Reihe nach aufgemalt. Sie dienten dazu, die Menschen zum Zuhören und zum Anhalten zu bewegen, denn Bilder sagen oft mehr als Worte. Und für die Menschen, die nicht lesen und schreiben konnten, waren die Bilder eine wertvolle Hilfe. So zeigte die Begleiterin/der Begleiter des Drehorgelmannes/Moritatensängers/Bänkelsängers mit dem Zeigestock auf das gerade gesungene Bild, um Aufmerksamkeit zu erhalten und stets zu zeigen, „wo man gerade ist“.

Beim Historischen Volksfest nehmen Rosi und Frithjof Grögler die Besucher mit auf eine lebendige Reise in die Zeit der Moritaten.