Geschichte erleben


Das Historische Volksfest soll auch dazu dienen, der Bevölkerung die Entstehungsgeschichte sowie die Entwicklung des „Landwirtschafthlichen Festes zu Kannstadt“ näher zu bringen. Der Schlossplatz im Herzen der Stadt bietet dafür ideale Voraussetzungen. In der Platzmitte erinnert die Jubiläumssäule, die 1841 zu seinem 25-jährigen Regierungsjubiläum gestiftet wurde, an den Volksfestbegründer Wilhelm I.. Deren Sockel soll nach dem Vorbild der Fruchtsäule, dem Wahrzeichen des Volksfestes auf dem Cannstatter Wasen, festlich und mit vielen landwirtschaftlichen Produkten geschmückt werden. Zudem warten spannende Ausstellungen auf die Besucher.

Rund um die Jubiläumssäule rückt ein „lehrreicher wie vergnüglicher Gang“ die  Landwirtschaftsgeschichte des Landes, vom Ausbruch des Vulkans Tambora 1815 bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts, in den Mittelpunkt. Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, der Landesbauernverband in Baden-Württemberg, das Deutsche Landwirtschaftsmuseum und die Universität Hohenheim unterstützen und entwickeln dieses Projekt mit. Die Besucher dürfen sich dabei auf wahre Schätze wie den „Goldenen Pflug“ oder einen der ältesten erhaltenen Unimogs, den U5, freuen. 

Was hat ein Vulkan in Indonesien mit der Geschichte des Cannstatter Volksfestes zu tun? Wie wurde aus einem Landwirtschaftsfest eines der größten Volksfeste weltweit? Welche Bedeutung haben Schausteller, Marktkaufleute und Festwirte für die Entwicklung des Festes? Welche Rolle spielte ein Fischerstechen beim Volksfest? Wann fand der erste Volksfestumzug statt?

Tauchen Sie auf dem Schlossplatz ein in die Entstehungsgeschichte des größten und bedeutendsten Festes im Südwesten und erleben Sie viele tolle Erzählungen rund um das Treiben auf dem Wasen. In einem ehemaligen Karussellzelt wartet auf Sie ein bunter Strauß an Erzählungen und Mitmach-Aktionen.

Zudem zeigt eine Ausstellung historischer Schaustellerwagen und Maschinen verteilt auf dem Festgelände wie die „reisenden Familien“ damals gelebt haben und vor allem wie sie unterwegs waren.

Hierfür gilt der Dank allen Schaustellern, die ihre liebevoll gepflegten Exponate kostenlos zur Verfügung stellen!